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 Lady Amelia Jhara Wingate

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Amelia Wingate
Frischfleisch
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Anmeldedatum : 08.06.18
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BeitragThema: Lady Amelia Jhara Wingate   Fr Jun 08, 2018 4:59 pm



Amelia Wingate
"Ehre der Krone und den Jägern!"

Name:
Ihre vollständige Anrede lautet Lady Amelia Jhara Wingate der Krone.

Alter:
Sie wurde am 27. Tage des Ninhor im Jahre 970 geboren.

Geschlecht:
Sie ist unwiderlegbar weiblichen Geschlechts.

Geburtsort:
Amelia wurde in der Kronstadt geboren.

Stand:
Die junge Frau ist eine Adlige.

Dynastie:
Sie gehört der Nebenfamilie Wingate der Kronendynastie an.

Beruf:
Amelia ist eine Kämpferin in den Reihen der Jäger der Verdammten.

Glaube:
Sie nimmt sich für Religion nicht sonderlich viel Zeit, glaubt aber an den Drei'ismus. Ihre Arbeit als Jägerin der Verdammten lässt ihr einfach selten die Gelegenheit, zu den drei Göttern zu beten. Dennoch ist sie eine gläubie Frau und nimmt den Glauben ziemlich ernst.

Aussehen
"Kleider sind so unpraktisch."
Aussehen:
Zunächst ein Mal ist Amelia eine für Frauen ziemlich große Erscheinung. So ragt sie 1,86 Meter in die Höhe. Zudem ist sie durchaus schlank, aber bringt dank harten Trainings stolze 79 Kilogramm auf die Waage. Ihre dadurch entstandenen Muskeln sind jedoch eher dezent ausgeprägt. Außerdem fehlt es ihr dennoch nicht an einem gewissen Maß an Weiblichkeit. Wer über die relativ breiten Schultern hinwegsehen kann, sollte erkennen, dass sie ein scheinbar ebenso breites Becken besitzt. Einzig ihr üppiger Busen schrumpfte durch das viele Training ein wenig zusammen, wurde dafür aber auch straffer und scheint nicht mehr zum Hängen zu neigen. Zudem wirken ihre Beine ziemlich lang. Auch finden sich einige Narben auf ihrem Körper, die sie während ihrer Kampfausbildung oder im echten Kampf erhielt.
Da man sie aber selten unbekleidet antrifft, sollte man sich lieber auf das Gesicht der Frau konzentrieren. Hier dominiert eine relativ schmale, gerade Nase, die zur Spitze hin länger wird, sich leicht nach innen krümmt und leicht geschwungene Nasenflügel aufweist. Flankiert wird diese von zwei großen, stahlblauen Augen, welche leicht schräg zur Nase weisen. Unter der Nase findet man einen relativ anmutigen Schmollmund mit sichtbarem Rückbiss. Der Rest ihres Gesichts wird durch halbhoch liegende Wangenknochen, einem zierlichen, halbrundem Kinn und relativ breitem Kiefer definiert. Ihr bis zum Mittelbereich des Rückens reichendes Haar weist dabei ein blasses Blond auf. Interessanterweise haben ihre Augenbrauen ein eher kräftigeres Blond. Zudem hat sie die bei den Mitgliedern der Kronendynastie so hoch geschätzten spitzen Ohren, die aber meist von ihrem Haar verdeckt sind.

Kleidungsstil:
Als Jägerin der Verdammten ist Amelias Kleidungsstil natürlich fast konsequent zweckmäßig. Jedoch hat Amelia eine gewisse Vorliebe für feine Stoffe und schöne Verzierungen, weshalb sie beides so gut es geht zu kombinieren versucht. So trägt sie meist lange, mit dezenten Mustern bestickte Mäntel über feinen, ebenfalls zierlich bestickten Blusen, Hemden und Hosen. Zudem bevorzugt sie festes Schuhwerk und dicke Handschuhe, um vor schlechtem Wetter geschützt zu sein. Zudem sind viele Lederteile verstärkt oder gehärtet, um auch im Kampf ein wenig Schutz zu bieten. Auf langen Reisen kommt es vor, dass der Großteil ihrer Kleidung ziemliche Gebrauchsspuren aufweist und an manchen Stellen sogar von ihr selbst geflickt wurde. Jedoch ist sie eitel genug, diese Kleidungsstücke dann bei der besten Gelegenheit zu ersetzen. Zudem trägt sie einen roten Umhang mit den Insignien ihres Adelsstandes sowie dem Wappen der Jäger.

Erster Eindruck:
Das Erste, was einem bei Amelia auffällt, ist ihr ruhiges Auftreten. Sie spricht deutlich, ruhig und relativ langsam. Zumeist legt sie Fremden gegenüber eine recht höfliche Redeart an den Tag und scheint auch sonst kaum aus der Ruhe zu bringen zu sein, fast als ob sie nichts etwas angehen würde. Trotzdem sind ihre Worte bestimmend und fordern ein gewisses Maß an Respekt ein. Zudem scheint ihre Ausstrahlung gleichzeitig auch einiges an Respekt auszulösen, zumal sie auch eine relativ große Frau ist. Außerdem dürfte man anhand ihres Auftretens und ihrer gezielt wirkenden Bewegungen erkennen, dass mit ihr nicht zu scherzen ist. Abgesehen davon ist auch ihr Gesichtsausdruck meistens recht ernst und sie wirkt zumeist äußerst konzentriert, fast so, als rechne sie jeden Augenblick mit einem Angriff oder einem Überfall. Zudem trägt sie offen die Insignien ihres Adelshauses als auch die der Jäger, sodass einem direkt auffällt, mit wem man es zu tun hat.

Persönlichkeit
"Ich bin keine hirnlose Mörderin!"
Eigenschaften:
Als Kind adliger Eltern wurde Amelia natürlich dazu erzogen, sich äußerst gut und vor allem höflich zu benehmen. So besitzt sie ein ausführliches Wissen über die Etikette am Hofe und vor allem über die Verhaltensregeln, auf die im Adel viel Wert gelegt werden. Tatsächlich legt sie selbst auch relativ viel Wert darauf, dass man sie selbst ebenfalls sofort an ihrem Verhalten als Adlige einstuft, um nochmals womöglich etwas mehr Respekt entgegengebracht zu bekommen, zusätzlich zu ihrem Status als Kämpfer der Jäger der Verdammten. Doch zeigt sie diesen höflichen Umgang jedem und ist selbst zu einem gemeinen Bauern höflich und spricht diesen mit Respekt an.
Sie wurde mit strenger Hand geführt und war immer eine sehr lernwillige Schülerin. Sie hat früh als Kind verstanden, dass sich die Dinge am ehesten lösen ließen, wenn man mit Geduld und Ruhe an sie heranging. Stoisch fast, könnte man meinen. Doch hat sie diese Ruhe und Geduld bis heute beibehalten und nutzt dies zu ihrem Vorteil. Generell lässt sich Amelia also selten aus der Ruhe bringen und kann damit andere durchaus entnerven. Zudem ist sie durch die anfängliche und bisweilen immer noch herrschende Ausgrenzung und Ablehnung der von Männern dominierten Gesellschaft unter den Jägern der Verdammten äußerst ehrgeizig geworden und auch durchaus abgehärtet. Sie liebt es, sich neuen Herausforderungen zu stellen und natürlich, diese zu meistern. Außerdem zeigt sie oftmals eine hohe Neugierde in Bezug auf für sie Wissenwertes wie das Herstellen und Pflegen von Waffen, die unterschiedlichen Magiearten und dem Waffenkampf an sich.
Das heißt aber nicht, dass sie nichts an sich heran lässt. Im Gegenteil macht sie sich über alles so ihre Gedanken, überlegt sich aber lieber, ob sie diese auch ausspricht. Auch in ihrem Beruf lebt sie diese Art aus und geht ihrer Arbeit stoisch, ruhig und sehr zielstrebig nach. Für Ablenkung nimmt sie sich schlichtweg nicht die Zeit und ignoriert diese so gut es geht. Jedoch versucht sie auch gleichzeitig aufmerksam alles um sich herum wahr zu nehmen und die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten. Was aber durchaus schwierig sein kann.
Wer sie jedoch wegen ihrer nach Außen gelebten Ruhe für kaltschnäuzig hält, irrt sich. Tatsächlich hat sie eine eher freundliche und vor allem Kindern gegenüber fürsorgliche Seite, die sie jedoch meist nur dann zeigt, wenn sie nicht gerade arbeitet, oder es als angemessen erachtet. Oft passiert es dann, dass sie den Kindern einen Apfel oder sonstige Nahrung schenkt, weil sie ihr Leid tun. Durch ihre vielen Reisen und Aufträge für die Jäger der Verdammten hat sie schon einiges gesehen und demnach einen guten Einblick in das Leben in Varantas.

Stärken:
+ äußerst versierte Schwertkämpferin
+ stoische, fast unerschütterliche Ruhe
+ weit gefächertes Wissen
+ relativ große Magiereserven
+ hohe Lernbereitschaft

Schwächen:
- ihre Zauber werden durch Nässe abgeschwächt
- starker Auraverbrauch, muss demzufolge trotz großer Reserven stark haushalten
- trotz ihres Wissen oftmals recht engstirnig
- wird durch ihre Herkunft und ihr Geschlecht eher ausgegrenzt, nicht ernst genommen
- ihre Fürsorge gegenüber Kindern wird nicht immer gut aufgefasst; generell wird sie als Jägerin der Verdammten eher gemieden

Fertigkeiten:
Amelia wurde beigebracht, zu lesen und zu schreiben, sich am Hofe zu benehmen und zu tanzen. Abgesehen davon hat sie sich selbst ein gewisses Grundmaß des Schneiderhandwerks angeeignet. Dank ihrer Ausbildung in der Magiergilde kennt sie sich zudem mit Kräutern sehr gut aus, wodurch sie Wundsalben und andere Hilfreiche Dinge herstellen kann. Ebenfalls eine äußerst nützliche Fertigkeit ist ihre Beidhändigkeit, welche es ihr erlaubt, nahezu alles mit der linken Hand genausogut auszuführen wie mit der rechten. Während ihrer Ausbildung zur Kämpferin in den Reihen der Jäger der Verdammten lernte sie zudem das Fährtenlesen.

Vergangenheit
"Wir sind Könige, Königinnen und Vagabunden"
Zeitlinie:
• 27. Tag des ersten Ninhor im Jahre 970: in der Kronstadt zur Welt gekommen
• 9. Tag des zweiten Domhor im Jahre 982: erstes Aufeinandertreffen zwischen Amelia und ihrem künftigen Verlobten
• das Jahr 983: Geburt ihres kleinen Bruders
• 6. Tag des ersten Sehor im Jahre 984: Aufnahmeprüfung für Magiebegabte
• das Jahr 985: Beginn der Magierausbildung; Jahresendprüfung als Klassenbeste abgelegt
• das Jahr 986: Zweites Jahr der Magierausbildung; Erhalt des Fokus
• 3. Tag des zweiten Ninhor im Jahre 986: öffentliche Ankündigung zur Verlobung Amelias; diese taucht nicht zur Feier auf
• das Jahr 987: Drittes Jahr der Magierausbildung; Entwicklung der Zauber Flammenstoß und Feuerball
• das Jahr 988: Geburt ihrer kleinen Schwester
• das Jahr 989: "Flucht" aus dem Elternhaus und vor dem Verlobten; Beitritt zu den Jägern der Verdammten
• das Jahr 990: geht ihrer Arbeit als "Frischling" nach; Entwicklung des Zaubers "Lavaschlange"
• das Jahr 991: erringt sich den Respekt der Jäger und sucht sich einen der Kämpfer als Mentor; erste Übungen mit dem Schwert
• das Jahr 992: hat ihren simplen Feuerball mit der Unterschule Lava erweitert und den "Lavaball" entwickelt; erlernt das Spurenlesen
• das Jahr 993: zeigt großes Talent mit dem Schwert; widmet sich der Magieschule Aericae;
• das Jahr 994: wird offiziell in die Reihen der Kämpfer aufgenommen; erhält das Schwertpaar "Churi und Tarabari" von ihren Eltern; Entwicklung des Zaubers "Knisternde Aura"
• das Jahr 995: erste Aufträge gemeinsam mit ihrem Mentor; wird von ihrem Verlobten abgefangen und darum gebeten, ihre Arbeit aufzugeben und ihn zu heiraten, Amelia lehnt dies unfreundlich ab
• das Jahr 996: Mentor wird während eines Auftrags schwer verwundet und scheidet aus dem aktiven Dienst aus; Entwicklung des Zaubers "Stolperdraht"
• das Jahr 997 bis heute: geht weiterhin stoisch ihrer Arbeit als Jäger nach und versucht ihrem Verlobten aus dem Weg zu gehen

Vorgeschichte:
Regengüsse und das Heulen des Windes verschluckten die lauten Schreie, die man am 27. Tage des ersten Ninhor im Jahre 970 nach der Einigung in der Kronstadt in einem Anwesen hören konnte. Grund hierfür war die Geburt der erstgeborenen Tochter Amelia Jhara Wingate. In eine Adelsfamilie geboren worden zu sein, hatte natürlich immense Vorteile. Dem Kind fehlte es an nichts, sie hatte genug zu Essen, wurde medizinisch versorgt und wurde insgesamt recht behutsam erzogen. Doch war gerade ihr Vater Garin auch sehr darauf bedacht, dass sie die Etikette der Adligen verinnerlichte und auch sonst alle Regeln lernte, die das Leben mit sich bringen würde. Zu ihrem Vorteil lernte Amelia schnell, dass sie mit Ruhe und Vernunft am schnellsten ans Ziel kam. Auch wenn sie es nicht besonders mochte, in Kleider gesteckt zu werden, merkte sie schnell, dass sie es in ihrer Familie damit noch gut erwischt hatte und im Gegensatz zu anderen Adelsfamilien eher schlicht angezogen wurde. Ihre Kindheit verlief also insgesamt eher ruhig und ohne große Komplikationen. Sie lernte Lesen, Schreiben und Tanzen, hatte aber natürlich auch genügend Zeit zur Zerstreuung, auch wenn sie diese eher damit verbrachte, anderen Leuten Löcher in den Bauch zu fragen
Zwölf Jahre nach ihrer Geburt wurde sie das erste Mal mit auf ein Fest genommen. Eine große Sache, zumindest für ihre Eltern, denn Amelia selbst wusste nicht so recht, was sie eigentlich erwarten sollte. Haufenweise Leute, die tranken, tratschten und tanzten. Was sonst gab es hier zu tun? Eigentlich nichts, dennoch war dies alles andere als ein gewöhnlicher Tag. Diesen Tag würde sie nämlich nie mehr vergessen, ob man dies nun positiv oder negativ sehen möge. Sie lernte einen Jungen kennen, der etwa in ihrem Alter war ... und er forderte sie zum Tanz auf. Höflich wie Amelia war, stimmte sie dem natürlich zu. Dass sie damit dafür sorgte, dass sie diesen Jungen womöglich den Rest ihres Lebens nicht mehr loswerden würde, ahnte sie zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht.
Das Jahr darauf bekam ihre Mutter ihr zweites Kind, welches ein Junge wurde. Amelia hatte jedoch selten Zeit für ihr Geschwisterchen, welches aber natürlich von einem Kindermädchen versorgt wurde. Dennoch war sie stets freundlich zu ihrem Bruder und stand ihm in den kommenden Jahren immer mit Rat und gelenglich auch mit Tat zur Seite. Ihre Beziehung entwickelte sich sehr positiv und die beiden unterhalten einen äußerst guten Draht zueinander.
Mit ihrem vierzehnten Lebensjahr wurde Amelia zur Magiergilde geschickt, da der hauseigene Magier die Aura bei ihr entdeckt hatte und sie so früh wie möglich diesen Schritt gehen wollte. Demnach lag sie ihrem Vater ständig in den Ohren, bis dieser resigniert nachgab. Außerdem half der Magier ihr dabei, sich mit ihrer Aura auseinanderzusetzen und gab ihr kleine, grundlegende Informationen. Eine wirkliche Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung erhielt sie jedoch nicht wirklich. Dennoch legte sie am 6. Tag des ersten Sehor im selben Jahr die Aufnahmeprüfung ab und wurde im nächsten Jahr zur Magierausbildung zugelassen.
Ein Vorteil ihrer adligen Abstammung war, dass sie bereits in ihrer Kindheit zu lesen und zu schreiben gelernt hatte. Doch viele andere Dinge waren komplett neu für sie. Trotzdem, oder vor allem wegen ihrer Neugierde, warf sie sich mit Feuereifer in die Ausbildung und sog sämtliches Wissen wie ein Schwamm in sich hinein. Aber auch die praktischen Fächer ging sie mit ihrer stoischen Art nach, wobei ihr dank des Tanzens eine gewisse Körperbeherrschung gegeben war und sie den sportlichen Aspekt gut meistern konnte. Infolgedessen schloss sie ihr erstes Jahr in der Magierschule auch als Klassenbeste ab. Mit bestandener Prüfung durfte sie natürlich auch ihren Fokus zur Fertigung in Auftrag geben. Hierfür gab sie die Halskette ihrer Großmutter her, welche sie geerbt hatte.
Mit dem zweiten Ausbildungsjahr bekam sie den Barren ausgehändigt, aus welchem sich ihr Fokus formen sollte. Als Amelia ihre Magie in den Barren fließen ließ, entstand daraus ein kleiner, grüner Stein, in dessen Mitte ein goldern schimmerndes Sonnensymbol prankte. Dieser wurde in eine goldene Brosche eingelassen, welche sie seither an einer Kette am Hals trug. Auch in diesem Jahr glänzte die junge Adlige mit ihrem unerschütterlichen Wissensdurst, welcher sie selbst Mathematik und Zaubertränke überstehen ließ. Immerhin hatte Amelias Vater Garin ihr immer wieder eingetrichtert, dass Wissen Macht sei. Und diese Worte nahm sie sich sehr zu Herzen. Im zweiten Halbjahr durfte sie sich endlich eine Schule aussuchen und erwählte den Weg des Feuers. Sie hatte durchaus einige Zeit darüber nachgedacht, fand Feuer aber irgendwie faszinierend, war es so verschieden in seiner Wirkweise. So konnte es Licht und Wärme spenden, aber zeitgleich auch Furcht einflößen und zerstören. Zudem hatte sie das Gefühl, das Feuer beherrschen zu können. Dies bewies sie auch, indem sie den klassischen Feuerball erlernte.
In diesem Jahr wurde sie zudem volljährig und erhielt von einem Boten die Aufforderung ihres Vaters, am dritten Tag des zweiten Ninhor zu ihrer eigenen Verlobung zu erscheinen. Mit einer Handbewegung entließ sie den Boten und sagte, dass sie lernen müsse. Zur feierlichen Kundgebung tauchte sie natürlich nicht auf, denn sie hielt es tatsächlich für sinnvoller, wenn sie den Tag mit lernen verbringen würde. Ihre Eltern waren davon alles andere als begeistert.
Das dritte Jahr der Magierausbildung wirkte auf Amelia völlig anders als die beiden Jahre zuvor. So beschränkte sich das Jahr auf zwei Fächer, doch ließ sich die junge Adlige davon nicht täuschen. Sie ahnte, dass am Ende des Jahres die eigentlich wichtigste Prüfung warten würde, weshalb sie in ihrer Freizeit immer in der Bibliothek verschwand und ihre Nase in irgendwelche Bücher steckte. Manche hielten sie deswegen sogar für verrückt, doch war sie sich sicher, dass ihr all das zu sammelnde Wissen noch nützlich sein würde. Außerdem half es ihr dabei, die Zauber für die Abschlussprüfung zu erarbeiten und auch zu beherrschen. Tatsächlich besann sie sich jedoch nur auf den bereits gelernten Feuerball, welchen sie sogar erweiterte, und einen weiteren Zauber: den Flammenstoß. Dieser Zauber mochte sich in der Theorie wie eine simple Sache anhören, doch verlangte die Ausführung einiges an Konzentration und Beherrschung, um die Menge an Aura zu kontrollieren, welche man verwenden wollte. Somit ließ sich eben aber auch der Wirkungsradius bestimmen und man verbrauchte nicht mehr, als man unbedingt benötigte. Am Ende des Jahres belohnte sie sich selbst und schloss die Magierausbildung mit Bravur ab. Sie durfte sich fortan Magier nennen, worauf ihre Eltern und ihr Bruder durchaus stolz waren.
Das darauffolgende Jahr wurde Amelia erneut mit einem Geschwisterchen beschenkt. Dieses Mal wurde es ein Mädchen und die junge Adlige war total vernarrt in sie. Dabei wusste sie zunächst gar nicht, wieso sie ihre Schwester sosehr mochte. Mit der Zeit war es aber das fröhliche, offenherzige Wesen ihrer Schwester, welches die beiden sehr stark zusammenschweißte. Auch ihr Bruder verstand sich mit der jüngsten der drei Geschwister sehr gut.
Leider hatte sie zu ihren Eltern ein weniger gutes Verhältnis. Grund hierfür war die Weigerung Amelias, sich einfach ungefragt verloben zu lassen. Sie hätte sich lieber selbst um diese Angelegenheit gekümmert, aber die Eltern hielten eine politische Heirat natürlich für angebracht. Vor allem war ihr Verlobter, der ihr übrigens auch ständig in den Ohren lag, aus gutem Haus und hatte selbstredend ebenfalls spitze Ohren. Irgendwann wurden der jungen Adligen die ständigen Streitgespräche zuviel. Sie floh aus ihrem Elternhaus und wandte sich an die Jäger der Verdammten. Schon in jungem Alter hatte sie von den Heldentaten dieser Leute gehört und hegte insgeheim den Wunsch, diesen hochangesehen Personen beizutreten. Denn diese hatten ja bekanntlich für ihre Anerkennung hart gearbeitet. Aufgenommen wurde sie zwar ohne große Widerworte, aber sie merkte schnell, dass es in diesem Orden ein wenig anders zuging, als sie es gewohnt war. Als Frau wurde sie hier nicht wirklich ernst genommen, immerhin hielt sie mit ihrem Wunsch nicht hinter den Zaun. Sie wollte eine Kämpferin werden, was bei den meisten Jägern natürlich für bissigen Humor sorgte. Davon ließ sich die junge Frau aber nur anfangs bremsen. Ständig lag sie den anderen mit Fragen in den Ohren, versuchte jede Minute ihrer Freizeit mit Informationen zu füllen und entwickelte in dieser Zeit sogar einen neuen Zauber. Tatsächlich hatte sie einen der Magier heimlich beim Zaubertraining beobachtet und aus dem gesehenen Erdzauber einen eigenen Lavazauber entworfen. Doch sollte sie das erste Jahr nur die Drecksarbeit für den Orden erledigen. Aber so war es eben Brauch bei ihnen. Jeder Neuling musste dies über sich ergehen lassen, egal wie talentiert er mit Magie oder Schwert war. Und trotz ihrer adligen Abstammnung hörte man von der jungen Frau kein Wort der Beschwerde, obwohl sie die meisten Dinge Zuhause immer von den Bediensteten erledigen ließ. Doch verstand sie schnell, dass diese Tage mit ihrer Entscheidung nun vorbei waren.
Doch sollte ihre Beharrlichkeit und ihr Stoizismus letzendlich dafür sorgen, dass man ihr eine Chance gab. Nach einem Jahr der Drecksarbeit durfte sie sich einen Mentor suchen, der sie an der Waffe und allen anderen Belangen ausbilden sollte, die nötig waren. Charles Treville, einer der älteren Kämpfer, nahm sie unter seine Fittiche. Tatsächlich hatte sich Amelia explizit ihn gewünscht, da sie wusste, dass seine Familie bereits in der dritten Generation dem Orden diente. Charles Großvater galt als einer der besten Schwertkämpfer, die je dem Orden gedient hatten. Und dieser hatte auch die Ausbildung seines Enkels übernommen. Amelia hoffte also schlichtweg, aus diesem Erfahrungsschatz einen Nutzen ziehen zu können. Ihr war zwar bewusst, dass es hart werden würde, aber die Intensität des Trainings überraschte sie dennoch. Charles war es natürlich bewusst, dass sie als Frau im Orden nicht einfach so akzeptiert werden würde. Darum gestaltete er gerade das Waffentraining besonders hart. Doch wie schon zuvor beschwerte sich Amelia nicht, sondern tat einfach alles dafür, vom Orden anerkannt zu werden. Das war natürlich alles andere als leicht. Doch durch ihren nahezu ünerschütterlichen Charakter konnte sie zumindest zeigen, dass sie durch akribische Arbeit und Hingabe das Waffenhandwerk trotz mangelnder Erfahrung meistern konnte. Drei volle Jahre musste sie das harte Training über sich ergehen lassen, ehe der Orden der Jäger sie endlich als Kämpferin akzeptierte. In dieser Zeit lernte sie den Umgang mit dem Schwert, wobei sie die beidhändige Kampfweise favorisierte und darin außerordentliches Talent zeigte. Sie hatte eine gute Körperbeherrschung und das nötige Konzentrationsvermögen, um gleichzeitig mit zwei Waffen kämpfen zu können. Dabei beließ Charles es nicht bloß auf den Kampf gegen Dämonen und Bestiare, sondern lehrte der jungen Adligen auch den Kampf gegen bewaffnete, menschenartige Gegner. Zusätzlich wurde ihr auch das Fährtenlesen beigebracht. Aber sie vernachlässigte auch nicht ihre magischen Fähigkeiten. So überarbeitete sie ihren ersten Zauber und machte ihn weitaus effektiver für ihren künftigen Beruf. Im dritten Jahr widmete sie sich sogar einer zweiten Magieschule. Man konnte meinen, sie hätte in dieser Zeit nichts anderes getan, als zu lernen ... was durchaus der Wahrheit entsprach. Nach dem körperlichen Training kam meistens direkt im Anschluss das Training ihres Geistes.
Ihre Aufnamen bei den Kämpfern sorgte natürlich für Aufsehen. Immer wieder hatte sie Briefe nach Hause geschrieben, weshalb ihre Geschwister natürlich davon wussten. Und so erfuhren es auch ihre Eltern, die aber tatsächlich stolz waren. Als Zeichen der Wertschätzung überreichten sie ihrer Tochter das Schwertpaar Tarabari und Churi. Diese zwei Klingen stammten aus einer Zeit vor der Einigung und wurden über die Jahrhunderte gut Instand gehalten, aber zeigten natürlich auch einige Gebrauchsspuren. Doch hielten sie weiterhin jeglicher Belastung stand. Scheinbar wurden sie von Meisterhand geschmiedet. Amelia war entsprechend froh, solch formidable Klingen künftig ihr Eigen nennen zu dürfen. Um sich auf ihren künftigen reisen zu schützen, entwickelte Amelia einen neuen Zauber, der quasi genauso funktionierte, wie ihr Feuerstoß, aber eher dazu gedacht war, Ungeziefer und andere Wesen abzuwehren.
Mit der Aufnahme zu den Kämpfern durfte Amelia auch endlich bei Aufträgen mitwirken. So bildete sie mit ihrem Mentor ein Team. Immerhin galt es, der neuen die Welt da draußen zu zeigen. Und natürlich musste sie die einzelnen Völker kennen lernen, damit sie diese einschätzen lernte. Immerhin brauchte es auch ein gewisses Maß an Handelsgeschick, um für den Orden und für sich selbst genug zu verdienen. Zu ihrem Leidwesen bekam jedoch auch ihr Verlobter Wind von ihrer Aufnahme und lauerte ihr vor den Stadttoren auf. Amelia war davon natürlich gar nicht begeistert und machte ihm verbal sehr deutlich, dass sie nichts von seinen Worten hielt. Zudem bewies sie mit blank gezogener Klinge auch, dass sie sich nicht in einen goldenen Käfig würde sperren lassen. Ihr erster Auftrag war ein entlaufener Sklave, der sich partout nicht wieder einfangen lassen wollte. Letzendlich blieb ihnen keine Wahl, als den Nachtmahr zu töten, was sie mit eher wenig schlimmen Blessuren überstanden. Zwei weitere, ganz ähnliche Aufträge übernahm das Schüler-Lehrer Gespann in diesem Jahr und lieferten damit einiges an Geld für sich selbst und den Orden. Amelias Kenntnisse über den Adel und deren Gepflogenheiten halfen den beiden sehr gut dabei, beim Adel Aufträge zu ergattern.
Wie gefährlich ihr Beruf werden konnte, erfuhr sie ein Jahr später. Mittlerweile hatte sich Amelia die Grundkenntnisse des Schneiderhandwerks aneignen können, welches ihr im hohen Norden nun zugute kam. Mit löchriger Kleidung wäre es im Winter wirklich unangenehm geworden. Sie jagten einen Bestiar, genau genommen einen Lupogena, der ein nahezu wehrloses Dorf terrorisierte. Dabei machte er nicht nur vor dem Nutztier halt, sondern machte sich laut der Dorfbewohner sogar über die Menschen selbst her. Kein Wunder also, dass das Dorf sämtliche Ersparnisse zusammenlegte, um sich die Dienste der Jäger der Verdammten zu sichern. Zudem war es ein guter Zeitpunkt, Amelias neusten Zauber zu testen. Es war eine magische Falle, die einen eletrikschen Schlag erzeugte, der das Ziel im besten Fall lähmen sollte. Nach einigen Tagen hatten sie das Versteck des Bestiars gefunden und die junge Adlige stellte die Falle auf, während ihr Mentor ein Feuer legte, um den Lupogena aus seiner Schlafstätte zur Falle zu hetzen. Der Plan ging soweit sogar auf, bis zu dem Punkt, an dem Amelia dem Bestiar den Gnadenstoß versetzen wollte. Dieser bäumte sich erneut auf, scheinbar hatte der Zauber nicht voll gewirkt, und schnappte nach dem Kopf der Jägerin. Charles warf sich im letzten Moment noch dazwischen, wodurch sich das wolfsartige Biest in seinem Arm verbiss. Die Gewalt des Bisses hätte der jungen Adligen wohl das Leben gekostet, so verlor ein älterer Jäger nur seinen Waffenarm. Interessanterweise ging Charles mit dem Verlust seines Armes eher locker um und scherzte sogar darüber, dass er langsam ohnehin Reif für den Ruhestand war. Amelia selbst war wegen ihrer Unerfahrenheit natürlich ein wenig durch den Wind, aber konnte die Geschehnisse gut verarbeiten. Immerhin lebte ihr Mentor noch und sie kam auch glimpflich davon.
Die darauffolgenden Jahre ging Amelia stoisch ihrem Beruf nach. Die Erfahrungen in den beiden Jahren zuvor sorgten dafür, dass sie sich mit der Zeit einen gewissen Ruf aufbauen konnte. Sie schaffte es sogar, allgemein von den Jägern der Verdammten akzeptiert zu werden. Manche nahmen sie immer noch nicht ganz ernst und widerum andere hatten großen Respekt vor ihr. Dank ihrer Verbindungen zum Adel konnte sie sich ab und an sogar besondere Rosinen herauspicken, was ihrem und natürlich dem Geldbeutel des Ordens sehr gut tat. Doch leider hatte ihr Verlobter immer noch nicht aufgegeben und er stellt ihr nach wie vor nach.


Hinter dem Charakter
"Wir sind Könige, Königinnen und Vagabunden"
Über dich:
Mein bürgerlicher Name lautet Maurice und bin derzeit 24 Jahre alt.
In den Wirren des Internets höre ich auch auf Cy oder Curry.
Dies ist mein erster Char in diesem Forum.

Zukunftswünsche:
Schön wäre es, wenn zwischen meinem Char und ihren Eltern Streitigkeiten herrschen, weil sie sich den Jägern anschloss und nichts von einer arrangierten Heirat wissen möchte. Zudem wäre es interessant, wenn Amelia in politische Intrigen integriert würde. Und natürlich sollte der "anhängliche" Verlobte auch nicht fehlen.

Avatar:
Die auf Bildern zu sehende Frau ist Lady Maria aus dem Videospiel Bloodborne. Der Künstler des Bildes nennt sich Sciamano240

Gesuch?
Falls dein Charakter ein Gesuch beantwortet, kannst du es hier verlinken.

FSK 18?
Da der Char durchaus mal in blutige Auseinandersetzungen geraten könnte, wäre es auch mal interessant, sowas etwas detaillierter zu schreiben.

Regeln gelesen?
Melde gehorsamst, die Regeln gelesen zu haben!

Wenn ich das Forum verlasse soll dieser Charakter...
In diesem Falle wird der Charakter Ingame den Tod finden und gelöscht werden.
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