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 Glaubensrichtungen

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Salen Arion
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BeitragThema: Glaubensrichtungen   Di Jan 23, 2018 3:39 pm

Glaubensrichtungen
"Mögen die Götter über uns wachen."

Der Drei'ismus mag zwar der anerkannte Glaube auf Varantas sein, ist jedoch bei weitem nicht der einzige. Durch die Jahrhunderte haben sich neben der großen Religion viele kleine Glaubensrichtungen entwickelt. Ebenso greifen einige mächtige, alte Legenden noch nach der heutigen Realität: So zum Beispiel der Glaube der Temconis oder die alten Wächter der Raben.
Andere Glaubensrichtungen sind im Menschenkönigreich allerdings nur ungerne gesehen. Sie sind nicht verboten, aber man findet sie im allgemeinen als etwas absonderlich und unnormal. Lebt man mit so einen Glauben unter den Menschen oder betritt mit ihm ihr Königreich, so kann man sich auf Getuschel und seltsame Blicke einstellen. Aus diesem Grund behält man dies meist eher für sich.

Vorlage:
 

Inhalt
• Der Drei'ismus (allgemeiner Menschenglauben)
• Der Ahnenglauben (ausgestorbener Glaube der Zwerge)
• Die Wache (veralteter Glaube der Nordmenschen)
[url=xxx]• Der Stern der Fünf[/url] (ausgestorbener Glaube der Urtemconis)


Zuletzt von Salen Arion am Mi Feb 28, 2018 5:23 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Salen Arion
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BeitragThema: Re: Glaubensrichtungen   Mi Feb 28, 2018 4:58 pm

Drei'ismus
"Wir huldigen den heiligen Drei"

Bezeichnung: Der Drei'ismus
Ursprung: Im Westen Varantas
Ausbreitungsbereich: Ganz Varantas
Häufigkeit: Sehr häufig | Fast jeder kennt den Glauben | Ein Großteil der Bevölkerung glaubt daran

Beschreibung:
Der Drei'ismus wird in Varantas als die Weltreligion angesehen. Er ist auf dem ganzen Kontinent verbreitet und fast jeder Mensch hat zumindest schon von ihm gehört. Auch unter den übernatürlichen Wesen ist der Drei'ismus bekannt. Man glaubt dabei an die drei Götter der Schöpfung: Enel, den Gott des Landes; Tatnel, den Gott des Wassers und Imel, den Gott des Himmels. Vor allem Enel erhält dabei viel Aufmerksamkeit, weil er als Vater der Menschheit und somit als Hauptgott gilt. Die anderen beiden Götter werden eher bei spezifischeren Begebenheiten zu Rate gezogen. So ist Tatnel zum Beispiel der Schutzgott der Seefahrer und man bittet Imel um Hilfe, wenn man sich gutes Wetter wünscht.
Entstanden ist der Drei'ismus lange vor der Niederlassung der Menschen, 10000 vor der Einigung. Man sagt Stämme im Westen Varantas haben schon zu ihren Wanderzeiten den heiligen Dreien gehuldigt und Funde von kleinen Holzfiguren aus dieser Zeit bestätigen das. Seinen Namen erhielt der Drei'ismus jedoch erst 4000 Jahre vor der Einigung, der sich darauf zurück führen lässt, dass er drei Götter darstellt.

Die Götter:
Wie schon im Beschreibungstext erwähnt huldigt man im Drei'ismus dem Gott der Erde Enel, dem Gott des Wassers Tatnel und dem Gott des Himmels Imel. Jeder erfüllt dabei seine eigenen Aufgaben und wird je nachdem um was es geht angebetet. Enel ist dabei der Hauptgott zu dem wahrscheinlich am meisten gebeten wird. Als Erschaffer der Menschen und allem Leben kann man ihn in allen Belangen um Schutz bitten. Er gilt als barmherziger Vater der Menschheit, der als einziger Gott in der Lage dazu ist Seelen zu erschaffen, die somit immer ein Stück von ihm in sich tragen. Man glaubt zudem, dass das von ihm erschaffene Leben niemals sterben kann, es wird nur von Imel in andere Welten gebracht. Dargestellt wird Enel oft als alter, bärtiger Mann und es gibt viele Legenden, die berichten Enel sei erschienen und habe den Menschen Gutes getan. Er sei unheimlich weise und gebe den Menschen, die er als seine Kinder erachte, häufig gut gemeinte Ratschläge.
Tatnel, der Gott des Wassers ist zugleich auch der Gott der Wandelbarkeit und der Heilung. Er soll in seinem Wesen unheimlich willensstark sein und wer seine Gunst erhält, soll ein längeres Leben haben. Adelige mit spitzen Ohren sind angeblich von ihm mit ihrer Langlebigkeit gesegnet. Im gegensatz zu den anderen beiden Göttern hat Tatnel keine feste, darstellbare Form, da er als wandelbarer Gott in vielen Gestalten auftreten kann. Meist ist er ein junger, gut gebauter Mann mit freiem Oberkörper und Haar aus Algen, die seine Verbindung zum Wasser darstellen sollen. Allerdings gilt er als menschenscheu und tarnt sich daher, wenn er anderen helfen möchte. Alte Geschichten beschreiben ihn manchmal auch als Frau. Doch mit solchen Äußerungen sollte man heute vorsichtig sein, da so etwas in der heutigen Gesellschaft, in der Frauen weniger Rechte haben, als Blasphemie gelten würde.
Imel, der Gott des Himmels und der Luft gilt als launisches und ungreifbares Wesen. Impulsiv trifft er seine Entscheidungen und er soll die Freiheit über alles lieben, was auch der Grund dafür gewesen sein soll, dass er fliegende Wesen wie Vögel erschuf. Gleichzeitig ist Imel aber auch der Gott, der über die Kinder wacht und die Menschen ins Totenreich begleitet. Man sagt ihm nach ein Übergangsgott zu sein, der zwischen allen Welten frei wandeln kann. Da er sowohl mit dem Tod, als auch mit Kindern in Verbindung gebracht wird, ranken sich um den Tod von Kindern viele Mythen und Sagen. Oftmals glaubt man daran, dass launische Wesen des Gottes nicht genug besänftigt wurden oder seinen Zorn erweckt zu haben, wenn ein Kind stirbt. In seiner Darstellung ist Imel stets ein kleiner Junge mir blondem Haar und einem frechen Lächeln auf den Lippen.

Entstehungsmythos:
Man sagt die Welt gebar einst drei Kinder nach Foladrion. Enel, ihren ältesten Sohn mit der Macht Leben zu erschaffen. Tatnel, ihren mittleren Sohn, der sich allem anpassen konnte. Und Imel, ihren jüngsten Sohn, der zwischen ihren Ebenen wandeln können sollte. Die drei Brüder lebten gemeinsam im Schatten und Nichts. Sie waren glücklich, aber irgendetwas fehlte ihnen und so erschuf Tatnel das ewige Meer. Es sollte sein Zuhause werden und glich seinem willensstarken Wesen so sehr, dass es keiner zu zähmen vermochte. Im Gegenzug erschuf Imel den Himmel und die Luft, die ihm die Freiheit schenkten, die er sich immer wünschte. Doch noch immer fühlten sie sich einsam und fingen an Tiere und Wesen zu erschaffen, die ihnen Gesellschaft leisten sollten. Aber da ihre Kräfte nicht ausreichten, konnten diese Wesen nicht leben. Imel und Tatnel baten ihren älteren Bruder um Hilfe. Dieser war weise und wusste, dass es falsch war einfach irgendwelche Tiere zu erschaffen. Deshalb erschuf er zuerst die Erde und erarbeitete mit seinen Brüdern die Komplexität in der wir unsere Welt heute kennen. Nach ihrem Ebenbild erschuf Enel die Menschen und zum Schluss hauchte er allen Wesen auf der Welt das Leben ein. Die Götter waren nun nicht mehr einsam, hatten aber auch eine große Verantwortung in ihrer neuen Aufgabe. Sie wachten über ihre Schöpfungen und besonders stolz waren sie auf die Menschen. Im Laufe der Geschichte erschienen sie immer wieder, um ihnen zu helfen oder besonders gläubige Menschen zu belohnen.

Anbetungsstätten & -arten:
Da der Drei'ismus so weit verbreitet ist, gibt es auch sehr viele Arten den Göttern zu huldigen. Man erbaute in der ganzen Welt große und prächtige Tempel, die Orte der Ruhe und des Friedens darstellen. Jeder Mensch ist in ihnen willkommen und die Spenden, die in ihren Anbetungsdiensten gesammelt werden, werden genutzt um den Drei'ismus zu stärken und den Armen zu helfen. Die Tempel sind bekannt dafür Essen an Obdachlose zu verteilen und Waisen in ihre Reihen aufzunehmen. Drei'istische Priester genießen ein hohes Ansehen in ganz Varantas, verzichten sie doch komplett auf Reichtum und eigenen Besitz, um den heiligen Dreien zu dienen. Sie gelten als Helfer und so genannte Wanderpriester reisen durch die Welt, um den Glauben zu verbreiten und den Menschen zu helfen. Dabei erhalten sie ihre Unterkünfte und Mahlzeiten entweder in den großen Tempeln oder bei den ansässigen Bürgern, denn kein anständiger Bürger des Menschenreichs würde einem drei'istischen Priester ein Bett und eine warme Mahlzeit verwehren. Erkennbar sind die Priester übrigens an ihrer weißen Robe, in welche die Symbole der drei Götter eingestrickt sind und einem Siegelring, mit dem Symbol Enels.
Der bekannteste und größte Anbetungsort ist der große Tempel in der Kronstadt. Dort lebt der hohe Priester, auch der 'Sohn Enels' genannt, der das Oberhaupt der Priester darstellt und eine verwaltende Position einnimmt. Man sagt das Licht Enels persönlich scheine auf ihn und ernenne ihn damit in diese Position - hinter verschlossenen Türen wird er jedoch von den ältesten Priestern im Tempel gewählt, da man nicht immer einen eindeutigen Hinweis von Enel erhalten kann. Dennoch kann es immer zu Verzögerungen kommen wenn ein Sohn Enels stirbt, da die Wahlen sich teilweise lange ziehen. Der hohe Priester ist ein gern gesehener Gast in Adelshäusern. Sein weiser Rat und seine heilige Verbindung zu Enel machen ihn zu einem einflussreichen Mann in ganz Varantas, denn wer seine Zustimmung hat, hat auch einen Großteil des Volkes auf seiner Seite. Dabei ist etwas unklar wie viel Einfluss er auf die regierenden Dynastien hat. Das Volk glaubt fest daran, dass er die Welt zu einem besseren Ort mache, doch auch hier läuft viel hinter verschlossenen Türen ab. Böse Zungen behaupten er sei nur ein Spielball der Adeligen.
Neben der Möglichkeit in den Tempeln zu beten, seine Taten zu beichten oder an den großen Anbetungsdiensten teilzunehmen, findet man auch im Alltag viele Symboliken des Drei'ismus. So sind viele Brunnen mit einer kleinen Statur von Tatnel versehen oder tragen seine Symboliken, über der Haustür von Gläubigen findet sich eine Abbildung von Enel oder ein Zitat von ihm und es gilt als besonders Glückbringend, wenn über dem Kinderbett Imel wacht. Das gemeine Volk klammert sich förmlich an diese kleinen Dinge, die ihnen Halt geben und ihren Glauben unterstützen. Man sagt die Götter erhören Gebete ganz gleich wo auch immer sie gesprochen werden.
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Salen Arion
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BeitragThema: Re: Glaubensrichtungen   Mi Feb 28, 2018 4:59 pm

Ahnenglauben
"Wir huldigen nicht nur unserer lebenden Familie!"

Bezeichnung: Der Ahnenglauben
Ursprung: Die Nordberge, um genau zu sein von den Zwergen
Ausbreitungsbereich: Kaum noch
Häufigkeit: Sehr selten

Beschreibung:
Unter den Zwergen glaubte man nicht an Götter oder solchen Humbug. Viel mehr glaubte man an große Persönlichkeiten und daran die Familie zu ehren. Zudem war man fest davon überzeugt, dass die verstorbenen Ahnen stetig über die Zwerge wachten. Familien mit einer langen Geschichte waren daher besonders angesehen unter den Zwergen, da man glaubte sie haben viele Ahnen die über sie wachten. In jedem Zwergenhaushalt gab es einen kleinen Schrein, an dem jeden Morgen zu den Ahnen gebetet wurde. Das waren nicht immer Bitten und Wünsche, um Kraft oder ähnliches. Nein, vielmehr war es ein Ritual bei dem man eine Kerze anzündete und seinen Vorfahren Respekt zollte.
Ein Ahne zu dem fast jeder betete war Torwalt Stahlschmied, erster König seines Namens und einer der größten Anführer der zwergischen Geschichte. Jedes Kind kannte seinen Namen und es gab unzählige Geschichten über seine Heldentaten. Zu seinen Ehren erbaute man in den Minen einen einzigen riesigen Obelisken, welcher noch heute im Thronsaal aus der Asche empor ragt.
Es war jedoch durchaus möglich die Ahnen zu erzürnen. Wer seiner Familie Schande brachte, Schwäche zeigte oder respektlos gegenüber der Ahnen war, von dem wandten sie sich ab. Die Ignoranz machte Zwerge angeblich anfällig für Unglück und nur wer Bußa tat und sich den Respekt der Ahnen zurück verdiente konnte sich davon befreien. Bei den Ahnen in Ungnade gefallen zu sein, bedeutete zudem auch bei den Zwergen selbst sein Ansehen zu verlieren.

Heutige Auslebung:
Der Ahnenglauben ist so gut wie verschollen. Da die Zwerge keine Aufzeichnungen über ihren Glauben anlegten, sondern ihn von Generation zu Generation weiter erzählten, ist es heutzutage sehr schwer heraus zu finden wie man den Glauben damals gelebt hat. Dennoch verspüren die wenigen verbliebenen Zwerge noch heute immer wieder die starke Verbundenheit zu ihren Vorfahren und ganz Intuitiv bitten viele von ihnen ihre Ahnen um Schutz.
Was bleibt sind die Anbetungsstätten des Ahnenglaubens. Man weiß zwar nicht mehr was sie bedeuten, doch überall in ganz Varantas stehen einige große Steine. Offensichtlich wurden sie bearbeitet und absichtlich auf freien Flächen platziert, da solch mächtige Steingebilde und Anordnungen nicht von der Natur erschaffen werden konnten. Zudem sind in diese Steine häufig fremde Symbole gezeichnet die man Runen und somit die Schrift der Zwerge nannte. Betritt man eine solche Anordnung der Steine, kommt bei den meisten ein andächtiges Gefühl auf. Ganz so, als sollte man diesen Ort besser nicht entweihen.
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Faerun Vanbourgh
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BeitragThema: Re: Glaubensrichtungen   Mi Feb 28, 2018 9:47 pm

Die Wache
"Gesegnet seien die Kinder der Gehörnten"

Bezeichnung: Die Wache
Ursprung: Im Norden, erste geschichtliche Bemerkung um 5050 v.d.E.
Ausbreitungsbereich: Im gesamten Norden
Häufigkeit: Der Glaube gilt als Ketzerei und so beten die alten Götter nur mehr alte Menschen und Wilde an.

Beschreibung:
Lange bevor der Drei’ismus in den Norden Einzug hielt, glaubten die Menschen in der rauen Gegend an die Altwächter, Drachen. Sie wachten über sie und die Geheimnisse der Welt. Unter ihren Schwingen sollte der Frieden herrschen. Ihre Anwesenheit repräsentierte das Wohlwollen der Natur und ihre geflügelten Boten, die Raben, verhießen eine gute Reise.

Die Anbetung
Von Natur aus ist die Wache ein wilder Glaube. Den Göttern Opfer zu bringen war keine Seltenheit in den alten Tagen vor der Einigung. So tauschten die Raben des Nordens oftmals Tiere oder manchmal auch Menschenopfer gegen Fruchtbarkeit, Schutz, Rat oder für Stärke im Kampf.
Mithilfe eines alten Gebetes riefen sie die Drachen an und binnen der nächsten acht Stunden würde eines dieser Wesen erscheinen und die Opfergabe entgegennehmen. Je nach Bitte wurden andere Opfer dargelegt.
Im Tausch gegen ein Menschenleben gewährten die Drachen einem so ihr Blut, woraus die Alchemisten der alten Tage einen Trank brauten, der die Furcht und die Angst Krieger verschwinden ließ und sie schier unbesiegbar machte. So soll ein einzelner Rabenkrieger, wie die Männer und Frauen hießen, die diesen Trank empfingen, hießen, 100 Männer des Südens ohne Probleme in wenigen Minuten töten können.
Das Blut in seiner reinen Form zu trinken sollte in einem den ‚Ruf zur Wache‘ erklingen lassen. Jene, die das Blut empfingen sollen Stimmen gehört haben, die sie den Pfad in den Dragerykke beschreiten ließen. Jene, die den Weg beschritten und zurückkehrten, waren von den Drachen berührt worden und wurden fortan Rabenrufer oder Gottesflüsterer genannt.
Für ein Tier gaben die Drachen Rat und Segen. Sie beantworten Fragen über die Vergangenheit und gaben ihr Wissen über die Zukunft preis.
Sollte man es jedoch schaffen, dass ein Drache sich verliebte und in dem Dorf weilte, so erhielt das Dorf den Segen zur Stadt zu werden und einen Anführer zu wählen, der dem König ebenbürtig sein sollte oder gar der neue Anführer des nordischen Volkes werden, doch gab es nur eine Geschichte, wo ein Drache sich in einen Menschen verliebte und jenes Geschlecht soll auch heute noch über den Norden herrschen.

Die Rabenrufer
Sie sind die Priester und Gesandten der Altwächter. Durch das Drachenblut, welches sie getrunken und sich mit dem eigenen Blut vermischt hatte, wurden sie zu Schamanen, die die Macht hatten, mit einem Drachen über Gedanken in Kontakt zu treten, aber auch ihre Boten, die Raben zu befehligen und durch ihre Augen zu sehen.
Ebenso sollen die Drachen ihnen Einblicke in Vergangenes und Künftiges gegeben haben, sodass die Rabenrufer ihr Volk in eine glorreiche Zukunft führen sollten. Manche munkelten sogar davon, dass die Rabenrufer fremde Sprachen erlernt hatten, um mit den Elementen sprechen zu können.
So waren die Rabenrufer nicht nur jene, die das Volk auf einem spirituellen Weg führten, sondern auch im Kampf gegen den Süden wertvolle Verbündete waren, denn ihre Raben waren Späher und die Macht der Elemente soll Berge versetzt haben.
Von den wahren Rabenrufern, die es in der Geschichte der Raben gab, sind heute keine mehr übrig, denn kurz nach der Einigung verschwanden die Götter und über die Jahre verstarben die verbliebenen Rabenrufer.
So sind die Männer, die sich heute als solche ausgeben und die schwarzen Kutten und Rabenfedern der Propheten alter Tage trugen, Scharlatane und Lügner, die sich meist an der Leichtgläubigkeit der verbliebenen Gläubigen ergötzten und bereicherten.

Anbetungsstätten

Im Gegensatz zu m Drei’ismus hatten die Anhänger der Wache keine Kirchen oder Kapellen. Es gab nur kleine wandernde Schreine auf Lichtungen oder den Hügeln. Der offene Ort sollte es den Himmelswesen ermöglichen dort zu jeder Zeit aufzutauchen. Einen Wächterschrein fand man meist auch abseits der Straße und war durch einen Findling oder einen Hinkelstein gekennzeichnet. Bei näherem Betrachten der Steine erkennt man heute noch Einkerbungen, die Drachen darstellen und über die Welt machen. Ebenso findet man die Worte Weisheit, Schutz, Friede auf jedem Stein. Außerdem erzählt jeder Glaubensstein die Geschichte eines Drachens.
So trägt auch jeder Stein einen Namen. Besonders heilige Steine erkennt man oft an den Einkerbungen an den oberen Enden, die ein geübtes Auge wohl als Krallenspuren erkennen kann.
Meist wurden die Gebete an diesen Steinen an die Drachen gerichtet und hier wurden auch Zeremonien wie eine Hochzeit, eine Taufe oder eine Totenfeier abgehalten.
Die heiligste Stätte des Glaubens ist ein Steinkreis nahe dem Dragerykke, wo ein Pfad in die Berge nach Fin’Nur, der Stadt der Urtemconis führt. An diesem Ort kamen die Anführer des Nordens, wenn sie den Segen für eine Reise in den Süden erhalten wollten. An diesem Ort, so hieß es, war es am wahrscheinlichsten einem Altwächter, wie die Götter der Wache genannt wurden, anzutreffen. Hier, so die Legenden, musste man eine Opfergabe einem Drachen würdig, darbringen. So würde der Drache erscheinen und einem eine Frage beantworten oder einem einen Wunsch gewähren.

Die Altwächter
Sie sind die Götter der Wache. Über sie sagt man, dass sie so alt sind wie die Welt selbst und manche von ihnen sollen sogar die Entstehung der Welt mitangesehen haben. Sie sind unglaublich mächtige und wissende Wesen, die sowohl über die Zukunft und auch über die Vergangenheit Bescheid wissen. Ja, diese Wesen sind sogar allwissend.
Dargestellt werden die Altwächter als schuppige Wesen mit Schwingen so breit wie die Länge eines Schlachtschiffes. Sie haben Zähne und Klauen hart wie ein Berg und so scharf wie der Wind des Winters. So hütete man sich davor ein solches Wesen zu erzürnen, denn nicht nur ihre physische Überlegenheit war gefürchtet. Nein, das Wetter und die Natur waren stets auf der Seite ihrer Götter, auch, so erzählen die Legenden, sollen sie über magische Kräfte verfügt haben.

Weltanschauung
In der Welt der Wache gibt es kein Gut oder Böse, kein gut oder schlecht. Die Welt unterteilt sich in Chaos und Ordnung, wobei es kein vollendetes Chaos und keine vollendete Ordnung geben sollte, beides sind keine Idealzustände. Wichtiger ist es ein Gleichgewicht, der gegensätzlichen Kräfte zu finden und so einen Platz für sämtliche Lebewesen zu schaffen. Im Glauben der Wache hat jeder das Recht zu leben, aber auch zu sterben, denn um ein Gleichgewicht zu halten muss es Leben und Tod geben.
Prinzipiell ist im Glauben der Wache alles erlaubt, solange man etwas nicht zu exzessiv betreibt. Lediglich Intriganz und Ehrlosigkeit werden als Frevel bezeichnet und gelten als verwerflich.
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