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 Sagen & Legenden

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Salen Arion
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BeitragThema: Sagen & Legenden    Di Jan 23, 2018 4:56 pm

Sagen & Legenden
"Sing mit mir die Märchen und Geschichten dieser Welt."

In ganz Varantas gibt es die unterschiedlichsten Geschichten, Sagen und Legenden. Man erzählt sie den Kindern vor dem Einschlafen, unter Jugendlichem am Lagerfeuer oder in dunkler Stunde zur Erheiterung oder gar Mahnung. Hier findet ihr diese Erzählungen!

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Inhalt
• Faeruns Achillea
• Ein Kinderreim über die Fae
• Patron der Notleidenden
• Als Enel den Lufthüpfern das Leben einhauchte
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Faerun Vanbourgh
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BeitragThema: Re: Sagen & Legenden    Mo Feb 12, 2018 10:06 pm

Faeruns Achillea
"So wunderschön sie anzusehen, dem Duft kann ich nicht widerstehen, so einzigartig die Gestalt"

Name: Faeruns Achillea
Ursprung: Sie stammt aus Aurum
Ausbreitungsbereich: Hauptsächlich in Aurum, besonders Kindern wird die Geschichte erzählt
Häufigkeit: Häufig und es gibt unzählige Varianten.

Beschreibung:
„Es ist nun Jahre her, damals war unser Fürst noch ein junger, stattlicher Mann. Er war ein Mann, der in jedem Adelshaus als perfekter Ehemann galt. So warben viele Frauen um die Gunst des jungen Fürsten, doch egal wie einflussreich, schön oder intelligent sie war - all den Frauen fehlte etwas: Die Liebe zum Volk. Keine Frau, die er traf, konnte nachvollziehen, was dem Volk fehlte und welche Leiden es litt. So blieb unser Fürst lange alleine. Erst das Flehen seiner kranken Eltern, sie mögen noch den Erben der Dynastie halten dürfen, trieb Faerun an. Er zog aus in die Länder Aurums und begann eine Frau zu suchen, doch auch diese Suche blieb erfolglos. Er durchkämmte jedes Dorf, jede Stadt und jede Siedlung, doch nirgends fand sich die Frau, welche er sich wünschte.
So kehrte er schweren Herzens zurück. Traurig machte er sich auf die Heimreise und überlegte wie er seinen kranken Eltern die schlechten Neuigkeiten überbringen sollte. Sollte er lügen? Er konnte seine Eltern nicht traurig machen, doch anlügen konnte er sie genauso wenig. Seiner Mutter würde dies das Herz brechen.
Doch Faerun sollte so schnell nicht Zuhause ankommen, denn auf dem Heimweg wurden er von grässlichen Wesen überfallen.
Faerun hielt sie für lagernde Händler und trat so nach einem langen Reisetag an die Gruppe heran. „Darf ich mich zu Euch gesellen?“, fragte der junge Fürst nichtsahnend und mit seinem Gesicht im Dunkeln, sodass er nicht erkannt wurde. „Selbstverständlich, gesellt Euch zu uns“, erwiderten die Männer freundlich und ihm wurde ein Platz am Feuer gemacht. Dankbar und erschöpft ließ er sich nieder. Die Männer erkannten Faerun offensichtlich nicht, denn die einfache Reisekleidung, das einfache Schwert und das Fehlen von Wachen ließen ihn wirken wie ein Abenteurer. In dieser Annahme fragten die Händler: „Woher kommt Ihr? Wohin geht Ihr?“ Worauf der Fürst antwortete: „Ich war lange auf Reisen und habe etwas Wichtiges gesucht und erfolglos muss ich heimkehren“, meinte er und die Händler fragten weiter und weiter bis der Himmel tiefschwarz wurde und der Fürst sich müde einen gemütlichen Platz am Feuer suchte und einschlief. Der Mond begann zu wandern und erst als er den höchsten Punkt erreichte, wurde der Fürst von etwas geweckt. Er hörte ein Flüstern: „Ist das tatsächlich der Fürst? Wenn wir ihn töten, können wir vielleicht das Land an uns reißen“, hörte man einen der Händler sagen und zustimmendes Gemurmel folgte. Plötzlich hörte man das Reißen von Kleidung und das Brechen von Knochen.
Faerun sprang und zog seine Klinge. Zwar spendete die Glut des Lagerfeuers nur wenig Licht, doch der Mond war voll in jener Nacht und tauchte den Lagerplatz in helles Mondlicht. So sah der Fürst fünf übermächtige Wesen, die weder Mensch noch Tier waren. Ihr gesamter Körper war mit Fell bedeckt. An ihren Händen hatten sie scharfe Klauen und die Zähne wirkten so scharf, selbst eine Klinge schien stumpf dagegen. Doch Faerun wäre nicht unser Fürst, wenn er Angst empfunden hätte, er stellte sich den bösartigen Bestiaren und besiegte sie die Meisten.
Allerdings nich ohne einen Tribut, denn er zog sich eine schwere Wunde am Bein zu, weswegen er den Lagerplatz verließ. Immerhin hatte er nicht alle Monster gesehen und auch nicht alle getötet. So floh Faerun in den tiefen Wald, wo er irgendwann erschöpft zusammenbrach.
Erst am nächsten Morgen sollte er von einer sanften Stimme geweckt werden. Langsam und gegen das Licht blinzelnd erblickte er die wohl schönste aller Frauen. Eine Schönheit mit goldenen Locken und Augen so grün wie saftiges Gras. „Geht es Euch gut? Bei Enel, was ist Euch den zugestoßen?“, fragte sie besorgt und begann sofort an dem Saum ihres schönen Kleides zu reißen und Faeruns Bein zu versorgen. „Ich wurde hintergangen. Bestien überfielen mich“, antwortete er und setzte sich mit einem Stöhnen auf. „Aber ich habe sie besiegt. Sie waren in der Überzahl, aber die Plagegeistern werden niemanden mehr beunruhigen“, meinte Faerun heldenhaft. Als Antwort erhielt er nur ein verächtliches Schnauben. „Dennoch hättet Ihr sterben können“, erwiderte sie und es war die Art und Weise, wie sie das schöne Kleid zerriss und sich um ihn als komplett Fremden sorgte, ab den er wusste diese Frau wollte er heiraten. „Ich werde Hilfe holen und Ihr solltet nicht gegen weitere Monster kämpfen.“ Ergeben nickte Faerun und sah zu wie die junge Dame im Wald verschwand.
Es dauerte einige Zeit, doch sie kehrte tatsächlich mit starken Männern zurück, die Faerun zum nächsten Bauernhaus brachten, wo er versorgt wurde. Der hiesige Dorfmagier musterte die Wunde kritisch: „Ich glaube, dass Ihr eine Weile hierbleiben solltet.“ Faeruns Bein soll schrecklich ausgesehen haben, doch die blonde Schönheit erklärte sich bereit sich um Faerun zu kümmern. So zogen die Männer auch wieder von Dannen und ließen Faerun und seinen Engel alleine in dem Stall zurück. „Wie heißt meine holde Retterin?“, fragte Faerun sie neugierig. „Tiara. Ihr?“, fragte auch sie lächelnd. „Faerun“, antwortete er ihr Lächeln erwidernd. „Wie der Fürst? Eure Eltern müssen ja sehr loyal sein“, meinte Tiara und ließ sich neben ihm ins Heu fallen. „Kann man so sagen“, gab er schulterzuckend zurück.
So vergingen die nächsten Tage und Wochen. Tiara kümmerte sich liebevoll um unseren Fürsten und während all der Zeit kamen sie sich immer näher und eines schönen Abends im Heu kam es zum ersten Kuss und Faeruns Wunsch sie heiraten zu wollen, doch senkte Tiara den Blick schuldbewusst. „Ich bin die Tochter des hiesigen Grafen, Faerun. Ich bin bereits einem Mann versprochen“, gab sie kleinlaut zu. „Ich kann deinen Vater überzeugen mich dich heiraten zulassen“, sagte Faerun mit geheimnisvollem aber bestimmten Unterton.
Am darauffolgenden Morgen machten sie sich also auf zu dem Grafen, der Faerun ebenso wenig erkannte wie der Rest. So trat der Fürst, dessen Jagdkleidung gegen die eines einfachen Bauerns getauscht worden waren, vor. „ Graf Elimäus vom hohen Wall, ich möchte mich zuerst bei Euch für die Gnade Eurer Leute danken“, sprach Faerun respektvoll und verbeugte sich ehrfurchtsvoll. Anbei sollte man vielleicht erwähnen, dass unser Fürst großen Wert auf Respekt legt. Immerhin ist er auch derjenige, der uns vor der Schuldhaft und dem Bösen beschützt.
Graf Elimäus erhob sich daraufhin und trat näher an Faerun heran, der daraufhin leicht aufgeregt wurde. Er wollte nicht erkannt werden, denn er wollte seine Tiara mit dem wahren Einverständnis heiraten dürfen und nicht seines Ranges wegen. Die weisen Augen des Grafen lagen eine Weile auf Faerun, bevor er zu lächeln begann. „Wir sind alle nur Menschen und sollten in harten Zeiten zusammenhalten. Erhebe dich“, wies Elimäus ihn an und Faerun gehorchte. „Aber du wirkst nicht wie ein Mann, der sich nur bedanken will. Sprich dein Anliegen aus.“ Der Fürst war klug und weise, ein Mann wie man sich ihn als Vasall wünschte.
„Graf, ich wollte um die Hand Eurer Tochter anhalten. Sie hat mich verzaubert und ich will sie zur glücklichsten Frau der Welt machen“, ließ Faerun verlauten und suchte mit verliebten Blicken seine Tiara, doch zuckte er jäh zusammen, als der Graft zu lachen begann. „Glaubst du ein Bauernjunge wie du darf um die Hand meiner Tochter anhalten?“ Faerun blieb jedoch ernst und sah dem Grafen herausfordernd in die Augen, weswegen das Lachen des anderen Mannes bald erstarb. „Nun denn, dann lass mich dir zwei Aufgaben stellen: Werde ein Mann mit Rang und Namen, sowie du mir eine Blume bringen sollst, die ich noch nie gesehen habe“, verlautete der König und der Hofstaat sog die Luft ein. Denn dies war eine Aufgabe, die schier unmöglich schien, denn er Graf besaß den prächtigsten und vielseitigsten Blumengarten in ganz Foladrion. Doch Faerun nickte nur. „Wie Ihr wünscht, Graf“, nahm Faerun die Herausforderung an. Noch schien Elimäus noch nicht zufrieden zu sein: „Ihr habt 3 Monate Zeit dafür“, gab er noch eine Einschränkung. Wieder erschallte Gemurmel im Saal. Von der Grafschaft bis nach Zenur und wieder zurück schaffte man es kaum in dieser Zeit. „3 Monate sind eine kurze Zeit. Dürfte ich mir für die Reise ein Pferd leihen?“, folgte die letzte Frage und der Fürst seufzte. „Gebt ihm einen Ackergaul oder einen Esel.“ Es war nicht verwunderlich, dass der Fürst nicht erfreut über eine weitere dreiste Frage war, doch auch hier ließ er ihn gewähren. So schenkte er Faerun Tiara noch einen verliebten Blick und sogleich eilte er aus der Burg, nahm den ungesattelten, alten Ackergaul und machte sich auf den Weg in die Heimat.
Doch schnell war klar. Auf dem alten Pferd würde er es nie schaffen und er hatte auch nicht mehr genug Münzen um sich ein schnelleres Pferd zu kaufen. So blieb dem Fürsten nur eines übrig, denn an Orten, wo die menschliche Kraft versagt und ein Unterfangen unmöglich ist, bleibt uns Menschen nur eines übrig: Beten. So tat es auch Faerun. Inbrünstig betete er zu unserem Beschützer Enel und bat um Hilfe. Er flehte Tatnel an ihn schneller werden zu lassen und selbst an Imel schickte er Gebete, damit das Wetter im gütig war.
Die 3 Allmächtigen erhörten ihn. Sie schenkten ihm ein Pferd, welches schneller war als die Rassepferde der königlichen Kavallerie. Tatnel schenkte ihm dem Tier die Beständigkeit des Wassers, auf dass es nie müde wurde und Imel sorgte dafür, dass das Wetter dem Mann immer hold war. So ließ Faerun den Ackergaul frei, stieg auf den nachtschwarzen Rappen und raste durch die Ländereien Aurums.
Er ließ die weiten Steppen und Hügeln hinter sich. Er stellte sich allen Herausforderungen und bezwang sogar mächtige Monster. So erreichte er Aurum und seine Eltern empfingen ihn herzlich. Sie hatten sich Sorgen gemacht und schlossen ihren Jungen in die Arme. „Sag uns Faerun hast du eine Frau gefunden?“, kam es schließlich von den Eltern und er nickte, lächelte verliebt. „Sie ist die schönste Frau und Foladrions Himmel, gütig wie Enel selbst und hat ein Herz so groß, dass jeder darin Platz hat“, meinte Faerun verliebt und seine Eltern wirkten erfreut. „So biete ich Euch. Mutter, Vater schickt einen Teil des Hofstaates zur Grafschaft des hohen Walls“, flehte er seine Eltern an und diese gestatteten ihm.
So zog der Hofstaat aus und Faerun schwang sich ein weiteres Mal auf sein Ross und machte sich auf die Suche nach besagter Blume. Er ritt über die Steppen, durch die Wüste und der beständige Lauf des Pferdes hielt selbst dann nicht inne als sie durch den Dschungel Aurums ritten.Erst hinter all diesen lebensfeindlichen Gegenden sah Faerun auf einer Erhöhung hinter dem Dschungel ein bläuliches Schimmern. Es war so zart, dass er es zuerst nicht sah, auch bei genauerem Hinsehen erkannte er das Blau nicht, doch der fremdartige Duft der Blume ließ Faerun seinen müden Blick anspannen und dann doch.. ja. In der tiefen Wildnis erkannte er sie. Die schönste Blume, die er je gesehen hatte. Noch nie hatte er derart meerblaue Blume gesehen. Noch nie hatte er eine so wilde Blume gesehen. Die Blütenblätter umrahmten den Nektarkorb wie eine Löwenmähne und die kleineren inneren Blätter wirkten als ob die Blüte mächtig brüllte.
So stieg Faerun von seinem Pferd und ging auf die Blume zu. Er wollte sie nicht plücken, denn so würde sie verwelken, bevor er rechtzeitig seine Fürstin retten konnte. So griff er mit seinen Händen in die Erde und grub wie ein Bauer die Erde pflügte. Er grub so tief mit seinen Händen, dass er jede Wurzel, der sonderlichen Blume sorgfältig freilegen konnte und sie schließlich in seine Tasche einsetzen konnte. Er ummantelte liebevoll die Wurzeln der Blume mit Erde, goss sie noch einmal und ritt dann zurück an Elimäus Hof.
Während der langen Reise sorgte sich Faerun liebevoll um die Blume. Er teilte mit ihr sein Wasser und gab ihr mit seinem Körper in seiner Wüste Schatten. So kam er schließlich in zerschlissener Kleidung und mit heiler Blume in Grafschaft an. Nach den endlosen Wochen, die er nur zu Pferd verbracht hatte, war unser Fürst erschöpft. Er schleppte sich zum Tor und bat um Einlass, doch die Wachen verweigerten ihn den Eintritt.
Unser Fürst beharrte jedoch darauf eingelassen zu werden, als plötzlich eine Gestalt aus dem Schatten zu ihnen trat. Es war eine in der Grafschaft wohlbekannte Person. Tiara. Faeruns Liebstes. Sie trat auf die Wachen zu und sagte mit bestimmtem Ton: „Lasst mich und ihn hindurch. Keine Widerworte!“ Mit diesen Worten nahm die Grafentochter die Zügel des Pferdes in die Hand und im nächsten Augenblick fiel Faerun vom Pferd und verlor das Bewusstsein. Obwohl sein Körper robust war, war unser Fürst doch nur ein Mensch und die lange Reise durch die Wüste hatte ihm alle seine Kräfte gekostet.
So kam es, dass er drei Tage und Nächte schlief.
Der Morgengrauen des vierten Tages ließ ihn in den Stallungen umgeben von Heu und seinem Pferd erwachen. Wo war er?, fragte er sich. Der Fürst stand auf und sah sich um. Sein Blick erkannte die Wachen der Grafschaft, die ihn als kein Mitglied des Hofes erkannten und mit dunkler Miene auf ihn zukamen. „Bettler wie du haben im Haus des Grafen nichts zu suchen“, meinten die Wachen und griffen grob nach unserem Fürsten. Sie wollten ihn aus der Festung zerren und egal wie stark Faerun sich wehrte, die Männer in Rüstungen waren in der Überzahl. Von hinten hörte man jedoch bald eine Stimme. „Seid Ihr von Sinnen? Euren Fürsten derart grob anzufassen? Euch ist klar, dass dies als Majestätsbeleidigung gilt?“ Es war eine schrille unangenehme Stimme, die an Faeruns Ohr drang. Es war Herinalde, seine Amme, die wohl mit dem Hofstaat angereist war. Über sie sagt man ihre Stimme sei so schrill, dass sogar Gläser bei dem Klang zersprangen. Weswegen die Wachen Faerun prompt los ließen und dieser richtete sich gerade auf, doch sogleich packte ihn die Amme grob. „Ihr stinkt nach Pferdemist und Heu. Wollt Ihr so dem Grafen gegenübertreten?“, meinte die Amme und zerrte ihn durch das Schloss in eine Wanne, doch bevor der Fürst in die Wanne stieg. Erschrak er fürchterlich! In seinem Gesicht prangte ein stolzer Bart und seine Haare standen ihm wirr vom Kopf. „Kein Wunder, dass mich niemand erkannt hat!“, murmelte er und ließ sich waschen, rasieren und einkleiden.
In fürstlicher Gewandung trat er aus den Gemächern seiner Amme heraus. Als ihn ein Diener des Hauses sah, weiteten sich seine Augen und verbeugte sich tief. Faerun trat auf den Mann zu und lächelte. „Gib dem Grafen Bescheid, dass ich mich um ein paar Minuten verspäten werde. Ich muss noch etwas holen“, erwiderte Faerun und der Diener nickte. „Ach und bitte sage dem Grafen nicht, wen er zu erwarten hat.“ Der Diener schritt schnelles Schrittes davon und unser Fürst eilte zu seinem Pferd und zu der Satteltasche, wo er die Blume versteckt hatte.
Bei seinem Pferd jedoch angekommen fand er sein Pferd ungesattelt vor und auch als er den Stallburschen fragte, wo sich sein Sattel und sein Gepäck befand, wurde er dort nicht fündig. Seine Blume, die Blume für Tiara, war weg!
Allerdings drängte die Zeit und der Fürst würde dem Grafen wohl ohne die sonderbare Blume gegenübertreten müssen. So zog sich Faerun einen schäbigen Umhang über seine edlen Kleider und betrat er den edlen Saal seiner Burg.
Vor dem Fürsten sank er auf die Knie. „Und hast du die Blume gefunden?“, fragte Elimäus und kam somit gleich zur Sache. Höflichkeitsfloskeln interessierten ihn wohl wenig. Faerun biss die Zähne zusammen. „Ja, Lord“, erwiderte er knapp. Seinen Blick heftete er auf die Steinfliesen vor ihm. „Und wo ist sie?“, fragte er weiter. Faerun hielt inne und doch hob er langsam den Kopf und erblickte Tiara. Sie gab ihm Hoffnung. Die Blume, sie konnte nicht so einfach verschwunden sein. Sie musste irgendwo in der Burg sein.„Sie wurde mir genommen“, äußerte er sich wieder nur wortkarg. Des Grafen Blick wurde dunkel. „Und wie lautet dein Titel?“, fragte er weiter. Faerun schwieg nun. Sollte er seinen Namen nennen? Hatte er Tiara ohne die wahre Gunst des Grafen verdient? All die Zweifel ließen ihn zögern, bis Tiaras Vater die entstandenen Stille unterbrach: „Nehmt ihn fest. Adelsbeleidigung.“ Mit diesen Worten weiteten sich Faeruns Augen unter dem Umhang und auch die Tiara konnte all das nicht mehr ansehen, weswegen sie dem Schauspiel den Rücken zu drehte. Und da erkannte Faerun es. Er wusste wer die Diebin war.
„Lord, so seht in den Haaren eurer Tochter. Erkennt Ihr die Blume?“, fragte Faerun und der Graf wandte sich um. Er betrachtete die Blume, während Faerun den Umhang fallen ließ. Das Gesicht der Wachen begann Verblüffung zu zeigen und sie ließen ihn augenblicklich los. „Nein, aber sie ist unglaublich“, erwiderte er schließlich und sah wieder zu Faerun.
Elimäus stockte der Atem. „Ihr? Nein, das kann nicht wahr sein!“, rief der Fürst aus. Unglaube und Scham wurde erkennbar.
„Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Fürst Faerun "Der Großzügige" Vanbourgh der Löwen, Meister der Münze und Hüter des Erzes. Erster meines Namens und baldiger Gemahl Eurer Tochter. Und die Blume, die ihr betrachtet, nennt sich Achillea.", erklärte der Fürst siegessicher und Elimäus nickte ergeben. "Ihr habt Euch meine Tochter redlich verdient, mein Fürst." Tiara wandte sich um, betrachtete ihren baldigen Gemahl fassungslos. Die Tränen standen noch in ihrem Gesicht, doch sie eilte auf Faerun zu und umarmte ihn innig.
Die nachfolgenden Tage wurden damit verbracht die Feierlichkeiten zu planen und bald darauf erlebte Aurum die schönste Hochzeit der letzten Jahre. Und so kam der Fürst zu seiner Frau.“

„Aber Erzähler Ihr habt die Abenteuer der Wüste und die auf dem Weg nach Hause noch gar nicht erzählt.“

„Das sind Geschichten für einen anderen Abend, Kind.“


Zuletzt von Faerun Vanbourgh am So Jul 08, 2018 9:11 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sagen & Legenden    Fr März 02, 2018 3:40 pm

Kinderleins Faereim
"Wir sollten auf Oma hören!"

Name: Der Reim hat keinen wirklichen Namen. Selbst der Autor ist unbekannt.
Ursprung: Der Reim stammt aus den Grenzgegenden zum Ewigland
Ausbreitungsbereich: Er ist in ganz Menargond bekannt.
Häufigkeit: Selten, Eltern oder Großeltern warnen so ihre Kinder, dass sie bei der Abenddämmerung Zuhause sein sollen.


Finster war's der Mond schien hell,
als der Fae das Kind fraß ganz schnell.
Drum ihr alle höret meinen Rat:
Denn wenn's dämmert, Kinder geht rasch heim,
Sonst Mahlzeit der Fae ihr werd't sein.


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BeitragThema: Re: Sagen & Legenden    Fr Aug 24, 2018 12:00 am

Patron der Notleidenden
"Keine Angst vorm bösen Wolf"

Name: Es gibt keinen einheitlichen Namen und viele kleine Abwandlungen innehalb dieser mündlich überlieferten Geschichte.
Ursprung: Der Ursprung dieser Ezählungen beruht auf wahren Begebenheiten, die vorwiegend statt fanden, als Bestiare noch nicht durch die Jäger der Verdammten bedroht wurden. Noch heute gibt es einzelne arme Familien, die an die großen Wölfe, als Patronen der Schwachen glauben. In einzelnen Fällen wurden sogar kleine heilige Orte in Wäldern und und Steppen errichtet, an welchen freiwillige Gaben für die großen Raubtiere zurück gelassen wurden. Dies wurde vorallem von Ortsansässigen praktiziert, welche aufgrund ihrer Arbeit viel Zeit allein, weit weg von ihrem Dorf verrichteten. Doch die Jagd auf Bestiare hat die Population von Fenris Lupogena, welche von den ärmeren Menschen nicht als Bestiare wahrgenommen worden waren, sehr stark dezimiert, sodass auch die Begegnungen mit Menschen sehr selten geworden sind. So wurden diese Erzählungen zu einer Art Legende, von Wesen, die es angeblich nicht mehr gibt.
Ausbreitungsbereich: Man erzählt sich diese Geschichten überall in Varantas, wobei vorallem kleine Ortschaften und eher ländliche Gebiete darüber sprechen. In den großen Städten ist diese Geschichte eher unbekannt und nur unter Leuten verbreitet, die viel reisen. So gut wie jeder, der viel reist, ist bereits mit diesen Erzählungen in Kontakt gekommen.
Häufigkeit: Man erzählt diese Geschichte häufig ängstlichen Menschen, welche sich auf Reisen begeben, um diese zu beruhigen. Teilweise wird sie auch Kindern erzählt. Immer wieder wird die Erzählung von Reisenden abermals aufgefrischt, die von eben solchen Begebenheiten berichten, doch glaubt man ihnen meistens nicht. Dörfliche Bevölkerung, die noch immer an diese Wesen glaubt, gibt ihren Lieben, die auf Reisen gehen muss, häufig beruhigende Sätze mit auf den Weg, welche darum bitten, dass die großen Wölfe, sie schützen mögen.

Beschreibung:
"Kleines, hab keine Angst. Die großen Wölfe wachen über Vater, wenn er auf den Feldern arbeitet. Sie sind gutmütige Wesen, die jeder ehrlichen Seele Hilfe bieten, wenn sie in Not ist. Als ich so alt war wie du, habe ich mich einmal verlaufen und ehe ich mich versah, brach die Nacht über mich herein. Ich hatte Angst und fror. Die Nächte waren kalt und unbarmherzig und alles um mich herum raschelte bedrohlich. Ich vermutete hinter jedem Busch mein letztes Stündlein zu finden. Als ich bereits glaubte, dass jede Hoffnung verloren war, hatte ich mich unter einem kleinen Baum, der mir Schutz bot, zusammen gekauert. Da raschelte es abermals. Doch diesmal blieb ich nicht allein. Es war nicht nur der Wind gewesen, der die Blätter bewegte und da sah ich ihn, groß und majestätisch. Er hätte mich mit einem Biss verschlingen können, so groß war er, ein schneeweißer gigantischer Wolf.. Ich zitterte am ganzen Leib, vor Furcht und vor Kälte, doch statt mich zu verschlingen, legte sich das Wesen zu mir, bot mir seinen warmen Bauch da, damit ich nicht länger frieren musste. Sein Fell war so samtig weich und die gelben Augen funkelten wie die Sterne am Himmel. Am Morgen wurde ich von den Rufen meiner Familie geweckt. Mein Retter war bereits fort, doch als ich deiner Großmutter davon berichtete, strich sie mir über das Haar und sagte:, 'Oh, so hat dir also eines dieser göttlichen Wesen Gesellschaft geleistet. Sie kommen nur zu jenen, die aufrichtigen Herzens sind. Bösen Menschen zeigen sie sich nicht.'"

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BeitragThema: Re: Sagen & Legenden    Mo Sep 03, 2018 11:41 am

Als Enel den Lufthüpfern das Leben einhauchte
"Was Enel zur Freude aller Wesen tat."

Name: Als Enel den Lufthüpfern das Leben einhauchte
Ursprung: Drei'ismus
Ausbreitungsbereich: in allen vier Fürstentümern
Häufigkeit: relativ häufig

Beschreibung:
Zu Beginn, als da einzig war Erde, Wasser und Luft, da wandelte noch kein Wesen über Berge oder Wiesen, durch die Lüfte oder die Gewässer. Doch die drei Brüder wollten lebende Geschöpfe erschaffen, die die Welt bevölkern sollten. Dadurch erhofften sie sich Gesellschaft und eine erfüllende Verantwortung. So berieten sich die Brüder und Enel als ältester und weisester der drei leitete Tatnel und Imel an, damit ihr Werk gut werde. Sie füllten die Meere mit Fischen und allerlei Getier. Sie setzten Vögel an den Himmel. Sie formten vielerlei Tiere, die an Land leben. Von der kleinsten Maus bis zum gefährlichen Tunnenschwärmer schufen die drei Brüder viele Tiere, sodass ihre Zahl jegliche Vorstellung sprengt. Doch die bisherigen Geschöpfe waren nicht genug. Etwas fehlte. Und so schuf Enel die Menschen, dass ihr Antlitz sei zum Ebenbilde der Brüder. Sie sollten zu ihrem besonderen Stolz und zu ihrer auserwählten Freude sein.
Dann war es so weit. Die Nacht war inzwischen über der Erde eingebrochen. Enel sollte allen Tieren und Menschen den Odem einhauchen, auf dass sie die Welt mit ihrem Leben bereicherten. Obwohl es in seiner Macht stünde, tat er dies nicht sofort. Stattdessen wählte er sich ein kleines Tierchen aus, das den Lebensatem zuerst erhalten solle. Das Tierchen war lustig und freundlich anzusehen. Und sein vorzeitiges Wandeln auf der nächtlichen Erde würde die hiernach erwachenden Wesen mit seinem feinen Leuchten willkommen heissen. So hauchte Enel den Lufthüpfern den Odem ein und sie schwebten still durch die Lüfte. Seine Brüder waren tief bewegt von diesem ersten Ereignis. Sogleich wurde auch den restlichen Geschöpfen der Lebensatem zuteil. Sie konnten sich mit dem ersten Herzschlag und Öffnen der Augen am Anblick der Friede ausstrahlenden Lufthüpfern erfreuen. Und die drei Brüder teilten grosses Frohlocken über die erwachte Welt.

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